Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller: Wohl auch Berliner unter Opfern von Nizza

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Michel Müller (SPD) rechnet damit, dass unter den Opfern des Terroranschlags von Nizza auch Berliner sind.

„Wir müssen leider auch davon ausgehen, dass Berliner unter den Opfern sind“, sagte Müller am Freitag am Brandenburger Tor. Das Bezirksamt Berlin-Charlottenburg bestätigte am Freitagnachmittag den Tod von zwei Schülern und einer Lehrerin der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule in Charlottenburg.  In einer vorab veröffentlichten Mitteilung erklärte Müller zudem: "Unsere Gedanken sind in diesen Momenten vor allem bei all den Familien, die diese Stunden in Ungewissheit und Sorge um ihre Angehörigen erleben.“

"Die Herausforderung unserer Zeit"

Der französische Botschafter in Berlin, Philippe Etienne, sagte in seiner Ansprache am Pariser Platz dem Terrorismus einen entschiedenen Kampf an. „Wir zeigen Entschlossenheit, dieser Erpressung durch Terrorismus nicht nachzugeben“, sagte Etienne am Brandenburger Tor. „Wir werden diese Schlacht gewinnen.“

Auch Müller hatte vorab auch gemahnt: „Die Opfer von Nizza wollten das Leben feiern, aber unbändiger Hass brachte ihnen den Tod. Doch Hass darf nicht unsere Antwort auf Hass sein. Wir werden weiter die Freiheit leben und lieben – gerade im Gedenken an die Opfer dieses Tages."

Angesichts der Tat von Nizza treibe ihn die Frage um, „wie wir in diesen Zeiten das friedliche Zusammenleben auch in unserem Berlin erhalten können. Wir dürfen uns nicht aufhetzen und gegeneinander ausspielen lassen.“ Man müsse Offenheit und Toleranz bewahren, wachsam sein, ohne Vorurteile zu schüren oder Ausgrenzung zu predigen. „Das ist die Herausforderung unserer Zeit“, so Berlins Bürgermeister. (BLZ)