Berlin - Berlins SPD-Fraktions- und Landesvorsitzender Raed Saleh hat vor der Gefahr wachsender Armut in der Hauptstadt gewarnt. Berlin müsse bezahlbar bleiben, forderte er am Sonntag beim Landesparteitag in Berlin-Neukölln. „Verdammt noch mal, ich will keine weitere Gentrifizierungswelle in Berlin“, sagte er mit Hinweis auf gestiegene Energiekosten und die hohe Inflationsrate. Es gebe in Berlin Menschen, die im Einkaufszentrum ins Portemonnaie guckten und dann feststellten, dass sie manches nicht mehr kaufen könnten. „Das Thema der drohenden Armut ist eine Aufgabe der deutschen und auch der Berliner Sozialdemokratie“, sagte Saleh. „Wir wollen, dass man sich diese Stadt noch leisten kann.“

Deshalb habe sich die SPD bereits für kostenlose Bildung starkgemacht, für den kostenlosen ÖPNV für Schülerinnen und Schüler und für die Erhöhung des Mindestlohns. „All das kam von der Berliner Sozialdemokratie, nicht von den Grünen, nicht von den Linken“, betonte der SPD-Landeschef.