Berlin/Potsdam - Die Zahl der Menschen, die in Berlin und Brandenburg leben, hat im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2020 zugenommen: Zum Jahresende 2021 lebten in der Bundeshauptstadt etwa 13.400 Menschen mehr als ein Jahr vorher, in Brandenburg etwa 6800, wie das Statistische Bundesamt am Montag auf Grundlage der Bevölkerungsfortschreibung mittelte.

Prozentual hatte Berlin in Deutschland damit gemeinsam mit Schleswig-Holstein die höchsten Zuwächse und verzeichnete ein Plus von 0,4 Prozent. In absoluten Zahlen stieg die Bevölkerungsanzahl in Bayern demnach am stärksten, die stärksten Verluste an Einwohnern gab es in Sachsen.

2020 hatte Berlin erstmals seit 20 Jahren in der Bilanz der Weg- und Zuzüge mehr Einwohner verloren als hinzugewonnen. Zwar waren laut Amt für Statistik knapp 143.000 Menschen in die Hauptstadt gezogen, fast 150.000 hatten ihr jedoch den Rücken gekehrt. Die Gesamtbevölkerung war im Vergleich zu 2019 um 5400 geschrumpft.

Vor rund einem Jahr hatten Statistiker in einer Prognose für Brandenburg bis zum Jahr 2030 ein Plus bei den Einwohnerzahlen prognostiziert - trotz eines weiteren Rückgangs bei den Geburten und einer deutlich wachsenden Zahl von Sterbefällen. Im Vergleich zu 2019 sei mit einem Zuwachs von etwa 17.000 auf rund 2,54 Millionen Bürger zu rechnen, hieß es damals bei der Vorstellung der Bevölkerungsprognose. Grund dafür sei ein erwarteter Zuzug von rund 230.000 Menschen, insbesondere aus Berlin, aber auch aus anderen Bundesländern.

Auch in Deutschland insgesamt wuchs die Bevölkerung 2021 wieder leicht an - vor allem durch Zuwanderung. Zum Jahresende lebten gut 83,2 Millionen Menschen in Deutschland und damit 0,1 Prozent oder 82.000 mehr als zum Vorjahresende.