Bewährungsstrafe für rechtsextremen Videoblogger gefordert

Im Prozess gegen einen rechtsextremen Videoblogger wegen einer Reihe von Straftaten hat die Berliner Staatsanwaltschaft elf Monate Haft auf Bewährung beantra...

Der Videoblogger Nikolai Nerling (r) steht neben seinem Rechtsanwalt Andreas Wölfel im Gerichtssaal.
Der Videoblogger Nikolai Nerling (r) steht neben seinem Rechtsanwalt Andreas Wölfel im Gerichtssaal.Annette Riedl/dpa

Berlin-Im Prozess gegen einen rechtsextremen Videoblogger wegen einer Reihe von Straftaten hat die Berliner Staatsanwaltschaft elf Monate Haft auf Bewährung beantragt. Zudem soll Nikolai Nerling, der sich selbst „Volkslehrer“ nennt, 3000 Euro Geldbuße als Auflage zahlen. Die Vorwürfe hätten sich im Wesentlichen bestätigt, sagte der Anklagevertreter am Freitag vor dem Amtsgericht Tiergarten, wo der Prozess unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen stattfand. Der Angeklagte habe keine Reue gezeigt, so der Anklagevertreter.

Er beantragte eine Bestrafung wegen Volksverhetzung, Hausfriedensbruch, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Beleidigung und der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Nerling, der am Freitag 42 Jahre alt wurde, hatte zuvor umfassend zu den Vorwürfen ausgesagt und sich zur „rechten Szene“ bekannt. Ein Urteil sollte noch am selben Tag gesprochen werden.