Der ehemalige Terrorist Norbert Kröcher - "Knofo" genannt - einer der Mitgründer der Bewegung 2. Juni, ist tot. Der 66-Jährige war schwer krank und nahm sich am 16. September das Leben, wie sein Lektor Bert Papenfuß am Dienstag in Berlin bestätigte.

Zuvor hatte die Zeitung „Junge Welt“ berichtet. Kröcher wurde in den 70er Jahren in Schweden festgenommen und saß von 1977 bis 1985 in Haft. Er war am Plan, eine schwedische Ministerin zu entführen, beteiligt.

Kröcher schrieb vor seinem Tod eine Autobiografie, die Ende des Jahres erscheinen soll. In dem Buch werde dessen Weg „vom Hasch-Rebellen zum militanten Kämpfer“ geschildert, so Papenfuß. Nach seiner Freilassung habe Kröcher (Spitzname „Knofo“) als Fotograf gearbeitet.

Laut Papenfuß wollte Kröcher in der Nähe seines einstigen Weggefährten Fritz Teufel auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof begraben werden. Dieser Wunsch werde erfüllt. Teufel starb am 6. Juli 2010. (dpa)