Blumberg - Schon nach den Terroranschlägen vom Januar hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) darüber nachgedacht, ob Deutschland gegen Terror-Anschläge ausreichend gerüstet sei. Drei Islamisten zogen damals eine Blutspur durch die französische Hauptstadt und töteten an mehreren Orten 17 Menschen. Eines der Ziele war das Satiremagazin „Charlie Hebdo“. Nach dem 13. November sah sich der Minister in seiner Ansicht bestärkt. Denn da schlugen die Terroristen in Paris erneut zu. Diesmal kamen 130 Menschen um. Am Mittwoch konnte de Maizière das Ergebnis seines Nachdenkens präsentieren. Bei der Bundespolizei in Blumberg am Rande Berlins stellte er die erste von fünf neuen Anti-Terror-Einheiten vor.

Zunächst sprach der Minister. „Die Gefahrenlage war hoch, ist hoch und wird auf absehbare Zeit hoch bleiben“, sagte er. Dabei müsse man sich auf bis dahin unbekannte Einzeltäter, Syrien-Rückkehrer oder ganze Gruppen einstellen, die hoch aggressiv, schwer bewaffnet und an mehreren Orten gleichzeitig zuschlagen könnten. Die neue „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus“ (kurz BFE+) soll die Lücke schließen zwischen der Bereitschaftspolizei und der Anti-Terror-Gruppe GSG 9, die als Reaktion auf den Linksterrorismus der siebziger Jahre geschaffen wurde.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.