Washington - Der nach einem umstrittenen Gefangenenaustausch mit den Taliban in Afghanistan freigelassene US-Soldat Bergdahl kommt wegen Fahnenflucht vor ein Kriegsgericht. Die Anklage sei am Montag zugelassen worden, teilte Bergdahls Anwalt Fidell mit.

Der Soldat war im März wegen Fahnenflucht und „Fehlverhaltens vor dem Feind“ angeklagt worden. Mit letzterem Tatbestand stellt das US-Militär das Wegrennen, das Niederlegen von Waffen und anderes „feiges Verhalten“ in Gefechten unter Strafe.

Bergdahl hatte sich im Juni 2009 von seinem Posten in der afghanischen Provinz Paktika entfernt und war in die Hände des mit den radikalislamischen Taliban verbündeten Hakkani-Netzwerks geraten. Die Rebellen hielten den Soldaten fast fünf Jahre lang fest, bevor er im Mai 2014 im Tausch gegen fünf Gefangene aus dem US-Lager Guantanamo freikam. (afp)