Überwachungs-Risiken der Corona-App muss eine freie Gesellschaft diskutieren (Symbolbild). 
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BerlinAm Dienstag brannte es in einer Baugrube in Charlottenburg. Telefonkabel des Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) wurden zerstört. Es entwickelt eine App, die Corona-Infizierte ausfindig macht.

Zu der Tat bekannte sich auf der linksextremen Internetseite Indymedia eine „Vulkangruppe“: Man habe der Aufweichung der Grundrechte und dem Ausbau der Überwachungsmaßnahmen entgegengewirkt. Einiges spricht dafür, dass das Schreiben echt ist, denn der oder die Autoren beschreiben in Ansätzen das Vorgehen der Täter.

Bereits 2019 Brandanschlag auf S-Bahn-Trasse

Eine „Vulkangruppe“ zündete schon im September 2019 Kabel an einer S-Bahn-Trasse an. 2011 bekannte sich eine Gruppe, die sich „Das Grollen des Eyjafjallajökull“ nannte, zu einem verheerenden Brandanschlag auf eine Kabeltrasse, die den gesamten Berliner Bahnverkehr lahmlegte. Damals ging es gegen die Atomtechnik.

Nach der jüngsten Zündelei beteuern die Autoren, sie hätten die Gefährdung von Menschenleben ausgeschlossen. Das ist schwer zu beurteilen. Inzwischen – das wird im Netz offen diskutiert – nehmen linksextreme Gewalttäter die Gefährdung von Leben in Kauf. Etwa   2018 bei einem Anschlag der „Vulkangruppe“ auf ein Kabel zum Flughafen Tegel. Ein Teil des Sprengsatzes unter einer Brücke   zündete nicht. Andernfalls hätte es nach Einschätzung der Polizei Tote geben können.

Es gibt gute Gründe, warum liberal Gesinnte die Corona-App ablehnen. Denn die Gefahr von Missbrauch und staatlicher Überwachung ist groß. Doch das ist ein Thema, das die freie Gesellschaft diskutieren muss. Linksextreme gehören nicht dazu. Für die kann es nur konsequente Strafverfolgung geben.