Dietmar Woidke (links, SPD), Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Michael Stübgen (CDU).
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PotsdamDie Woche der Entscheidungen ist im vollen Gange: Nun entscheidet es sich, ob es in Potsdam die bundesweit erste Kenia-Koalition unter Führung der SPD mit der CDU und den Grünen gibt. Am Mittwoch um 18 Uhr will die CDU bekannt geben, ob die Basis dieser Koalition in einer Mitgliederbefragung zugestimmt hat. Darüber soll dann am Sonnabend noch ein Parteitag entscheiden, da das Votum der Basis nicht bindend ist.

Der amtierende CDU-Chef Michael Stübgen will Innenminister werden und auch Vize-Ministerpräsident. Der Lausitzer soll nun nach Informationen der Potsdamer Neusten Nachrichten auch Kandidaten für die anderen beiden Ministerposten gefunden haben, die seiner Partei zustehen.

Für das Ministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung soll Stübgen angeblich jemanden aus der Bundespolitik gewonnen haben: Guido Beermann, der bisher Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium in Berlin ist. Er ist 1965 in Westfalen geboren, Jurist und war auch Referent im Bundeskanzleramt.

Das Justizministerium soll die Juristin Susanne Hoffmann übernehmen, die von Anfang an im Gespräch war. Sie ist 59 Jahre alt, war bereits Abteilungsleiterin im Potsdamer Justizministerium und übernahm kürzlich erst ein hohes Amt. Seit Mitte Juni ist sie Generalstaatsanwaltin des Landes. Sie folgte damit auf Erardo C. Rautenberg, der im Juli 2018 verstorben war.

Die SPD entscheidet am Freitag bei einem Parteitag über die Kenia-Koalition, und bei den Grünen läuft noch eine Urabstimmung, die am 19. November endet.