Hirschfeld - Die Landtagswahl in Brandenburg zeigt, dass die AfD nicht nur landesweit zweitstärkste Partei geworden ist, sondern dass sie auch das höchste Ergebnis einfuhr, das eine der sieben größeren Parteien überhaupt erreichte: Im Wahlkreis 42 im südbrandenburgischen Landkreis Spree-Neiße erreichte die AfD 36 Prozent. Zum Vergleich: Die SPD, die die Landtagswahl gewonnen hat, schaffte ihr bestes Ergebnis in der Uckermark, im Wahlkreis 12, mit 33,6 Prozent.

Brandenburg-Wahl 2019: 50,6 Prozent für die AfD im Dorf Hirschfeld

Die AfD errang auch den größten Stimmanteil, den eine Partei in einer einzelnen Gemeinde erreichte. Im südbrandenburgischen Örtchen Hirschfeld im Amt Schradenland erzielte die AfD 50,6 Prozent der Stimmen. Den Gegenpol bildet die FDP, die landesweit an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte: Sie fuhr auch das allerniedrigste Ergebnis in einer Gemeinde ein: Im Ort Münchehofe gaben ihr nur 0,5 Prozent der Wähler ihre Stimme.

Den niedrigsten Wert für die AfD gab es erwartungsgemäß im Berliner Umland, in diesem Fall in der Gemeinde Kleinmachnow im Kreis Potsdam Mittelmark: Dort erreichte die rechtsnationale Partei nur 9,2 Prozent.

Auch bei anderen Parteien gibt es große Unterschiede: bei der SPD liegt der höchste Wert bei 33,6 Prozent, der niedrigste bei 12,2. Bei der CDU ist der höchste Wert in 19,6 und der niedrigste 5,6 Prozent. Bei den Linken sind es 18,1 und 3,3 Prozent. Und bei den Grünen 29,1 Prozent in der Gemeinde Kleinmachnow und 1,6 Prozent ganz im Süden des Landes an der Grenze zu Sachsen.

Auch die Freien Wähler schafften im Barnim 15,5 Prozent, aber der niedrigste Wert liegt bei 1,2.

Landtagswahl in Brandenburg 2019: Wahlbeteiligung deutlich gestiegen

Die Wahlbeteiligung war mit 61,3 Prozent deutlich gestiegen. Bei der vorherigen Landtagswahl 2014 waren es 47,9 Prozent - ein bundesweiter Tiefstwert. Der Wert war nur zweimal höher als an diesem Sonntag: bei der allerersten Landtagswahl 1990, als noch viel viel mehr Leute wählen gingen, lag der Wert bei 67 Prozent. Der wurde dann noch einmal 2009 erreicht, doch das war eine sogenannte Kombi-Wahl zusammen mit der Bundestagswahl, was immer für eine viel höhere Beteiligung sorgt.