Xi Jinping (r), Präsident von China, und Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien.
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BrasiliaBrasilien und China wollen ihre wirtschaftlichen Beziehungen weiter ausbauen. "China ist zunehmend Teil der Zukunft Brasiliens", sagte Präsident Jair Bolsonaro am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem Kollegen Xi Jinping.

Die Staats- und Regierungschefs aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika treffen sich derzeit in Brasilia zum 11. Gipfeltreffen der BRICS-Staaten.

Der chinesische Staats- und Parteichef sagte, beide Länder wollten Handel und Investitionen stärken. China ist bereits der wichtigste Wirtschaftspartner Brasiliens und der größte Importeur von Rindfleisch und Soja aus dem südamerikanischen Land.

Bolsonaro hatte sich früher immer wieder kritisch zu China und dessen Rolle in Lateinamerika geäußert. Angesichts der Probleme bei der Umsetzung des Freihandelsabkommens zwischen dem südamerikanischen Wirtschaftsblock Mercosur und der Europäischen Union schlug er zuletzt allerdings versöhnlichere Töne an.

Später sollten Bolsonaro und Xi beim Brics-Gipfel der aufstrebenden Wirtschaftsnationen noch mit den Staats- und Regierungschefs aus Russland, Indien und Südafrika zusammenkommen. Im Mittelpunkt der Gespräche sollen die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung durch Innovation und die Zusammenarbeit im Kampf gegen die organisierte Kriminalität stehen. Ein wichtiges Thema dürften auch die globalen Handelskonflikte werden. Angesichts der politischen Krisen in Venezuela und Bolivien könnte aber auch die aktuelle Lage in der Region zur Sprache kommen.