Berlin - Um 11 Uhr verkündete Franziska Giffey im Kurt-Schumacher-Haus, mit wem die SPD in Berlin in die dritte Sondierungsrunde gehen soll. Die überraschende Entscheidung: mit den Grünen und den Linken. Giffey hatte sich vorab für ein Bündnis mit der FDP starkgemacht. Der Druck von Grünen, Linken und aus ihrer eigenen Partei war anscheinend zu groß. Giffey sagte vor der Presse, sie habe ergebnisoffen sondiert.

Giffey schrieb auf Twitter: „Wir haben auch die zweite Phase der #Sondierungsgespräche ergebnisoffen geführt und die inhaltlichen Schnittmengen beider Dreier-Konstellationen bewertet. Insbesondere bei den Themen öffentliche Daseinsvorsorge, Jahrzehnt der Investitionen, Mieterschutz & bezahlbares Wohnen, soziale Stadtentwicklung, Gesundheitsversorgung, Verkehrs- & Klimapolitik ging es darum, zwischen drei Partnern den größten gemeinsamen Nenner zu finden. Nach reiflicher Überlegung steigen wir deshalb morgen mit den Grünen und den Linken in die 3. Phase der #Sondierungen ein. Ziel ist eine gemeinsame Verständigung für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zu erreichen. Auch, wenn wir uns für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den bisherigen Partnern entscheiden, muss eines klar sein: Ein einfaches Weiter so wird es nicht geben. Wir brauchen einen neuen Aufbruch für #Berlin.“

Sebastian Czaja von der Berliner FDP schrieb auf Twitter: „Dass @spdberlin sich von @gruene_berlin hat in ein weiteres Linksbündnis zwingen lassen, ist nicht nachvollziehbar. Wir haben das Angebot gemacht, mit einer Politik der Erneuerung einen Aufbruch zu wagen. Stattdessen entschied man sich für Spaltung und Ideologie. Verheerend.“