Dresden - Die Dresdner Polizei prüft Berichte über einen brutalen Übergriff auf junge Migranten nach der Pegida-Demonstration am 22. Dezember 2014. „Gegenwärtig laufen dazu Ermittlungen“, hieß es am Samstag aus dem Lagezentrum. Nach einem Artikel der Berliner „taz“, der auf Aussagen der attackierten Jugendlichen basiert, sollen die Pegida-Anhänger sie mit Messern und Schlagstöcken in der Innenstadt angriffen und mehrere von ihnen verletzt haben.

Bürger klatschten Beifall

Eine 15-Jährige habe Heiligabend Anzeige bei der Polizei erstatten wollen, die Beamten hätten ihr aber nicht geglaubt, erzählte Danilo Starosta vom Kulturbüro Sachsen der „taz“. Er hatte sich mit der Jugendlichen getroffen, wie er den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ sagte. Die junge Migrantin erzählte dabei auch, dass „ganz normale Bürger“ Beifall geklatscht hätten.

Schnelle Aufklärung gefordert

Die Grünen im Landtag und die Dresdner Jungsozialisten forderten von Innenminister Markus Ulbig (CDU) schnelle Aufklärung zum Verhalten der Polizisten und ein „striktes Durchgreifen“, sollten sich die Vorwürfe erhärten. Pegida steht für Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes. Die islamfeindliche Bewegung organisiert seit Wochen Demonstrationen gegen angebliche Überfremdung. Im Gründungsort Dresden waren es zuletzt etwa 17 500 Teilnehmer. (dpa)