Washington - Saudi-Arabien hat die Bildung einer Militärkoalition aus 34 islamischen Ländern verkündet, die gemeinsam gegen den Terrorismus kämpfen wollen. Zu dem Bündnis gehörten unter anderen Ägypten, die Türkei, Pakistan und der Senegal, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Spa am Dienstag. Die mit Saudi-Arabien rivalisierende Regionalmacht Iran ist ebensowenig Teil der Koalition unter Leitung Riads wie der Irak.

In der saudiarabischen Hauptstadt soll demnach die Kommandozentrale der neuen Allianz sein. Dort sollen Militäreinsätze „im Kampf gegen den Terrorismus“ koordiniert und unterstützt werden, wie es weiter hieß. Mehr als zehn weitere islamische Länder, darunter Indonesien, unterstützten die Koalition und könnten zu einem späteren Zeitpunkt Mitglied dieser werden.

Die Koalition verdeutliche das Anliegen der „islamischen Welt, den Terrorismus zu bekämpfen und ein Partner im weltweiten Kampf gegen diese Geißel zu sein“, sagte der saudiarabische Verteidigungsminister, Mohammed Bin Salman al Saud, bei einer Pressekonferenz. Saudi-Arabien führt bereits eine arabische Koalition gegen die Huthi-Rebellen im Jemen an. Zudem ist die Golfmonarchie Teil der internationalen US-geführten Koalition, die die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft.

Obama an IS-Führung: Ihr seid als nächste dran

Die USA haben nach den Worten von US-Präsident Barack Obama beim Kampf gegen den Islamischen Staat verstärkt die Führung der Terrormiliz im Visier. „IS-Anführer können sich nicht verstecken und unsere Botschaft ist einfach: Du bist als nächster dran“, sagte Obama am Montag bei einem Auftritt im US-Verteidigungsministerium in Washington.

Obama nannte konkret acht Mitglieder der IS-Führung, die bereits in diesem Jahr beim Einsatz gegen die Terrormiliz ums Leben gekommen seien. Darunter seien unter anderem die Nummer Zwei der IS-Führung, der Kopf der IS-Führung in Libyen sowie führende Kräfte der Finanzverwaltung der Miliz. Auch der durch IS-Videos bekanntgewordene berüchtigter Henker „Dschihadi John“ war darunter.

Der US-Präsident war zusammen mit dem Nationalen Sicherheitsrat ins Pentagon gekommen, um die Einschätzung von Militärexperten zum Fortschritt des Einsatzes gegen die IS zu hören. Die USA wollen ihre Partner im Nahen Osten zu mehr militärischer Unterstützung im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bewegen. (dpa. afp)