Selma - Es ist ein Fall von historischer Ironie. Wo die Geschichte der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung erst blutig verlief, um dann doch noch einigermaßen gut auszugehen, dort erinnert bis heute eine Brücke an einen Mann, der für den Erhalt der Sklaverei kämpfte. Das mag der Grund sein, warum Sam Walker sich an diesem frostigen Tag nicht auf dem Bauwerk fotografieren lassen will. Er will nicht auf einem Bild gemeinsam mit einem Schild zu sehen sein, das den Namen von Edmund Pettus trägt, der nicht nur Südstaaten-General war, sondern auch hochrangiges Mitglied des Ku-Klux-Klans in Alabama. Sam Walker sagt mit krächzender Stimme: „Bitte, nicht auf der Brücke.“

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