Berlin - Der BUND attackiert die Verkehrspolitik der Bundesregierung. Immer neue Fernstraßenprojekte torpedierten den Klima- und Artenschutz und seien darüber hinaus unnötig und teuer, lautet die Kritik der Umwelt- und Klimaschützer, die sie mit der Analyse der „zwölf absurdesten Bauprojekte“ untermauern. Die am Dienstag veröffentlichte Broschüre mit dem Titel „Desaster im Dutzend: Zwölf Autobahnen, die kein Mensch braucht“ enthält auch ein Berliner Projekt: den Ausbau der A100.

„Neue Straßen machen die Welt nicht besser, sondern sorgen für mehr Verkehr und CO2-Emissionen“, sagte Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender, bei der Vorstellung der Broschüre. Insgesamt seien bis 2030 1360 Bundesfernstraßenprojekte in der Pipeline. Das entspreche alleine im Bereich der Autobahnen einem Neubau von 850 Kilometern Strecke. Diese Straßenbaupolitik konterkariere die Bemühungen, CO2 einzusparen, und passe weder zu den Pariser Klimaschutzzielen noch zum CO2-Ziel der Bundesregierung. So sei im Klimaschutzgesetz unter anderem festgelegt, dass der Verkehrssektor bis 2030 42 Prozent an CO2-Emissionen einsparen müsse.

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