Berlin - FDP-Chef Christian Lindner fordert Union und SPD bei der Kür des künftigen Bundespräsidenten auf, mit offenem Visier zu kämpfen. „Die Suche nach einem Konsenskandidaten entwickelt sich zu einer Peinlichkeit“, sagte er nach dem ergebnislosen Treffen der drei Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Sigmar Gabriel (SPD) am Sonntag.

Die große Koalition sollte Deutschland von diesem unwürdigen Ringen erlösen und stattdessen zwei Persönlichkeiten in einen fairen Wettbewerb in der Bundesversammlung schicken. „Die Freien Demokraten würden ohne koalitionspolitische Erwägung die aus unserer Sicht passende Kandidatur unterstützen“, betonte Lindner.

FDP für Steinmeier

Viele Liberale sehen den von der SPD favorisierten Außenminister Frank-Walter Steinmeier wohlwollend. Er wäre keineswegs ein Kandidat, der ein rot-rot-grünes Signal aussende. So erklärte FDP-Vize Wolfgang Kubicki zuletzt, Steinmeier würde sicher ein gutes Staatsoberhaupt sein. (dpa)