Berlin. „Ich stehe vor Ihnen als stolze Deutsche“ – so beginnt Charlotte Knobloch ihre Gedenkrede zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag. Knobloch ist Tochter eines Holocaust-Überlebenden. Stolz sei auch ihr „gottseliger Vater“ gewesen, der für „sein deutsches Vaterland“ im Krieg gekämpft hatte. Berührt erzählt die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden ihre Familiengeschichte; wie der Vater abgeholt wurde, wie sie zu ihrer Rettung weggeschickt wurde, das Wiedersehen. Ihre erste Begegnung mit dem Anderssein machte sie schon als kleines Kind, „Judenkinder dürfen hier nicht spielen“, erinnerte sich die 88-Jährige. Eigentlich wollte sie in die USA auswandern. Doch die Kinder kamen und sie blieb.

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