Karamba Diaby.
Foto: Berliner Zeitung/Carsten Koall

Berlin - Karamba Diaby kommt gerade von einer Sitzung zurück und gleich nach dem Interview schließt sich der nächste Termin an. Doch dass er einen anstrengenden Tag hat, merkt man dem SPD-Politiker nicht an – und auch nicht, dass er in letzter Zeit immer wieder vor allem zu einem Thema befragt wurde. Der Kampf gegen Rassismus ist ihm eine Herzensangelegenheit. Auf seiner Homepage wählt der 58-Jährige die Selbstbezeichnung Schwarzer Mensch. Das S ist dabei bewusst groß geschrieben, denn es ist auch ein politisches Statement: Die Schreibweise verdeutlicht, dass es sich um ein konstruiertes Zuordnungsmuster handelt und keine reelle „Eigenschaft“ ist. Auch Diaby hat immer wieder rassistische Anfeindungen und Angriffe erlebt, doch die Gedanken daran bestimmen seinen Alltag nicht. Seit 35 Jahren lebt er in Halle, nie war er länger als vier Wochen am Stück weg. Von seiner Heimat an der Saale kann Diaby stundenlang schwärmen. „Das meine Stadt“, sagt er.

Herr Diaby, in der Neuen Zürcher Zeitung habe ich ein Porträt über Sie gelesen, in dem beschrieben wird, wie Sie auf dem Weg zu einer Veranstaltung sind und sich Sorgen machen, zu spät zu kommen. Ich zitiere: „Es ist als wäre er getrieben von dem Gedanken, auf besondere Weise alles richtig machen zu müssen. Vielleicht, weil er nach über 30 Jahren in Deutschland gelernt hat, dass manche bei ihm andere Maßstäbe anlegen.“ Ist das tatsächlich so?

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