Die Bundestagswahl und der Volksentscheid zur Zukunft des Flughafens Tegel sind in Berlin angelaufen. Seit 8.00 Uhr können die Wähler in 1779 Wahllokalen ihr Stimme abgeben. Sie sind von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. 21.000 Wahlhelfer sollen für einen reibungslosen Ablauf bis hin zur Auszählung der Stimmen sorgen.

2,5 Millionen Berliner sind zur Bundestagswahl aufgerufen. Sie gilt auch als wichtiger Stimmungstest für die seit gut neun Monaten regierende rot-rot-grüne Koalition auf Landesebene.

Wahllokale nur eingeschränkt zu erreichen

Gleichzeitig können die Wahlberechtigten beim Volksentscheid darüber abstimmen, ob der Flughafen Tegel nach Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BER geschlossen oder weiterbetrieben werden soll. Rot-Rot-Grün will - wie die beiden anderen Gesellschafter Brandenburg und der Bund - an der schon vor Jahren beschlossenen Schließung festhalten. Die Tegel-Befürworter CDU, FDP und AfD sagen, der alte Airport werde neben dem BER als Zweitflughafen benötigt, weil die Passagierzahlen in der Hauptstadt steigen.

30 Wahllokale sind wegen des Berlin-Marathons nur eingeschränkt zu erreichen. Etwa 20.000 Wähler müssen die Laufstrecke überqueren. Das ist zeitweise jedoch nur an bestimmten Punkten möglich und mit teils längeren Wartezeiten verbunden.

Im Land Brandenburg stehen ebenfalls seit 8.00 Uhr rund 3300 Wahllokale und mehr als 20.000 Helfer für die Stimmabgabe bereit. Dort werden gleichzeitig in den Kommunen mehr als 30 Bürgermeister gewählt. In Brandenburg sind knapp 2,1 Millionen Menschen wahlberechtigt. (dpa)