Berlin - Wenn jemand plötzlich anfängt, viel und ausgesprochen positiv über einen früheren, langjährigen Partner zu sprechen, horcht sein Umfeld auf. „Bahnt sich da womöglich wieder etwas an?“, fragen dann viele. Das ist im Privatleben so. Und auch in der Politik.

In der SPD erinnern sie sich gerade gern an die Zeit der sozialliberalen Koalition. Erstmals in der Nachkriegsgeschichte wurde mit Willy Brandt 1969 ein Sozialdemokrat Kanzler – dank des Bündnisses mit der FDP. Mit ihr hatte Brandt übrigens schon von 1963 bis 1966 als Regierender Bürgermeister von Berlin in Koalition regiert, obwohl die SPD dort die absolute Mehrheit der Mandate hatte. Im Bund hielt die Koalition – erst unter Brandt, danach unter Helmut Schmidt – 13 Jahre. Dann schlug sich die FDP auf die Seite der Union.

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