Berlin - Anke Domscheit-Berg, 53 Jahre alt, hat in ihrem Leben schon vieles ausprobiert: Sie war Textilkunst-Studentin, Unternehmensberaterin,  Netzaktivistin, Buchautorin, Bundestagsabgeordnete. In diesem Jahr kandidiert sie für die Linke im Wahlkreis 58 in Brandenburg, zu dem der Landkreis Oberhavel und Gemeinden wie Dallgow-Döberitz und Falkensee gehören.

Vor kurzem saß sie in Zehdenick bei einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der vier anderen Parteien, die AfD war nicht dabei. Dabei fiel ihr auf, dass sie von den anwesenden Kandidaten die einzige Ostdeutsche war. Eingeladen waren nur die Kandidaten der größeren Parteien. Domscheit-Berg ist in Premnitz im Havelland geboren und in Müncheberg aufgewachsen. Die CDU – die den Wahlkreis bisher gewann – schickt einen Mann, der aus Winsen/Luhe (Niedersachsen) kommt, die SPD stellte eine Frau aus Münster (NRW), die Grünen eine Frau aus Osnabrück (Niedersachsen) auf. Der FDP-Mann kommt aus Cuxhaven (Niedersachsen). Die AfD hat einen Mann nominiert, der 1948 in Brandenburg geboren, aber schon als kleines Kind mit seinen Eltern nach Hessen gezogen ist. 

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