Berlin - Es gibt einen Moment, da werden seine Ohren so dunkelrot wie die Krawatte, die er trägt. Olaf Scholz, der sich im Wahlkampf bislang alle Angriffe mit einem Dauerlächeln vom Leib gehalten hat, reagiert schroff, wirkt beinahe beleidigt. Was an Armin Laschet liegt: Der Kanzlerkandidat der Union stichelt beim zweiten Triell am Sonntagabend in der ARD und ZDF unentwegt. Lachet schwächelt in den Umfragen, da gibt es nur noch eins – angreifen. 

Gleich nach den sechs Minuten legt Laschet los. „Es ist schon ein Wunder, welche Schönfärberei Sie an den Tag legen“, sagt er zum SPD-Kontrahenten Scholz. Es geht um Geldwäsche und die Razzia, die vor einigen Tagen im Finanzministerium stattgefunden hat. Und zugleich ums große Ganze. Laschet attackiert Scholz, der seit Wochen so tut, als wäre er unverletzlich. Diesmal nicht. Scholz keift zurück und greift Laschet wegen des Wirecard-Skandals an, behauptet, hier würden Dinge bewusst verdreht. „Sie haben absichtlich einen falschen Eindruck geweckt“, sagt Scholz. „An Ihrer Frage merkt man, wie unredlich Sie sind.“

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