Berlin -Was stört es die Eiche, wenn sich ein Wildschwein dran schubbert“, hätte Klaus Wowereit sagen können. Oder: „Bushido? Der soll doch in seiner Villa in Kleinmachnow bleiben, statt hier in Berlin den sozial abgehängten Gangsta-Rapper zu mimen. Ich werde den Dreck, den der Herr produziert, nicht mit einer Stellungnahme aufwerten.“ Hätte der Regierende Bürgermeister sagen lassen können zu einem dieser Tage per Video veröffentlichten Bushido-Text, in dem Dummheit und Aggression, namentlich gegen Politiker und Schwule, auf das Unangenehmste vereint sind. So klingt das dann in dem zusammen mit Rapperkollegen Shindy aufgenommenen Stück: „Ich schieß auf Claudia Roth, und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz.“ Das findet die Grünen-Politikerin natürlich „menschenverachtend“, lässt es aber dabei bewenden.

Der Regierende wird – quasi als Drohpotenzial gegen den Rapper Kay One, mit dem Bushido in Fehde liegt (ein Muss in HipHop-Kreisen) – mit folgendem Satz vorgeführt: „Du wirst in den Arsch gefickt wie Klaus Wowereit.“ Außerdem gibt es noch eine ironiefreie Todesdrohung gegen den FDP-Politiker Serkan Tören, der vergeblich dagegen protestiert hatte, dass Bushido 2011 einen Bambi für Integration verliehen bekam: „Ich will, dass Serkan Tören jetzt ins Gras beißt, yeah, yeah. Was für Vollmacht, du alte Schwuchtel wirst gefoltert.“ Des Weiteren werden noch dem Bundes- und dem Landeskriminalamt sowie einem harmlosen TV-Unterhalter Gewalt angedroht: „ Ich verkloppe blonde Opfer so wie Oliver Pocher.“

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