Carolin Kebekus.
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Normalerweise steht Carolin Kebekus für Comedy, doch diese Woche nutzte sie ihre Sendezeit für einen „Brennpunkt“ zum Thema Rassismus. „Was in den USA geschieht, ist unerträglich“, sagte die Komikerin in der „Carolin Kebekus Show“ am Donnerstagabend im Ersten. „Aber es ist zu einfach zu behaupten, dass das ein amerikanisches Problem ist. Denn Rassismus tötet auch in Deutschland. Und damit müssen wir uns alle auseinandersetzen – auch wenn’s wehtut.“

Der Kebekus-Brennpunkt zum Thema „Rassismus“.

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Anschließend übernahm die Moderatorin Shary Reeves („Wissen macht Ah!“). „Menschen mit heller Haut können nicht nachempfinden, was Menschen mit dunkler Haut fast täglich an Benachteiligungen widerfährt“, berichtete sie. Sie selber vergleiche das immer mit einer Schwangerschaft. „Ich hab' keine Ahnung, was es bedeutet schwanger zu sein. Warum? Ganz einfach: Ich war's nämlich noch nie. Deswegen können Sie Rassismus auch nicht nachvollziehen.“

Danach schilderten dunkelhäutige Deutsche wie der Sänger Marius Jung, die Grünen-Politikerin Aminata Touré und die Moderatorin Hadnet Tesfai rassistische Alltagserfahrungen.