Berlin - Die Berliner CDU fordert, in der Hauptstadt an den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl zu erinnern. „Helmut Kohl hat einen festen Platz in unserer Geschichte, doch leider immer noch keinen in unserer Stadt“, kritisierte der Landes- und Fraktionsvorsitzende Kai Wegner am Mittwoch. „Daher schlagen wir vor, im Berliner Stadtbild dauerhaft an den Kanzler der Einheit zu erinnern.“ Das müsse an einer zentralen Stelle Berlins geschehen, die Helmut Kohls (CDU) historischer Bedeutung angemessen ist. Ein Sprecher der CDU-Fraktion sagte, damit sei nicht zwangsläufig gemeint, einen Platz oder eine Straße nach ihm zu benennen.

Wegner sagte, Europa, Deutschland und besonders die Berliner hätten Kohl unendlich viel zu verdanken. „Die europäische Einigung, die deutsche Einheit und die Wiedervereinigung Berlins werden auf ewig mit seinem Namen verbunden bleiben.“ Er habe als Kanzler der Einheit das Leben von Millionen Menschen positiv beeinflusst. „Wir Berliner sind dankbar und stolz auf unseren Ehrenbürger.“

Kohl war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Sein Todestag jährt sich am Donnerstag zum fünften Mal.