Berlin - Die Werteunion, Verein am rechten Rand der CDU, versinkt immer mehr in der Bedeutungslosigkeit. Nach Austritten der Landesvorstände aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt hat am Freitag auch die Spitze des Berliner Landesvorstands seinen Rücktritt von diesen Posten und seinen Austritt erklärt. Tags zuvor hatte sich bereits die frühere Werteunion-Spitzenfrau Saskia Ludwig, CDU-Bundestags- und Landtagsabgeordnete aus Brandenburg, öffentlich von dem Verein distanziert.

Letzter Auslöser für den Schritt des Berliner Vorstands war die Wahl von Max Otte zum Bundesvorsitzenden vor zwei Monaten. Der Fondsmanager aus dem Sauerland übernahm das Amt von Alexander Mitsch, einem Gründungsmitglied der Werteunion. CDU-Mitglied Mitsch, Finanzkaufmann aus Baden-Württemberg, war jahrelang das Gesicht des Vereins, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen „konservativen Markenkern“ der CDU und CSU zu vertreten. Dieser sei vor allem in der Ära Angela Merkel immer stärker verwässert worden.

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