Berlin - Nachdem der Haftbefehl eines Tatverdächtigen von Chemnitz von Vertretern der rechten Szene im Internet veröffentlicht wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden wegen der Verletzung und der Veröffentlichung von Dienstgeheimnissen durch Amtsträger. Dass das Dokument eine Fälschung ist, schließt die Staatsanwalt bereits aus: „Wir gehen davon aus, dass das eine Original-Ausfertigung ist“, teilte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase dieser Zeitung mit.

Der Kreis der Verdächtigen ist dann klein – und beinahe ausschließlich auf Behörden und deren Angestellte beschränkt. Auf die verbreitete Version des Haftbefehls – im Beamtendeutsch „Ausführung“ genannt - hätten in einem Strafverfahren der Beschuldigte und sein Verteidiger, die ermittelnden Polizeibeamten, der zuständige Ermittlungsrichter und die Staatsanwaltschaft sowie deren Mitarbeiter Zugriff, erklärte Haase. In manchen Fällen würde auch die Ausländerbehörde hinzugezogen.

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