BerlinIn Krisen ist es von Vorteil für alle, wenn Menschen mit Wissen und Erfahrung am Werk sind, lebensnah und praxisorientiert – am besten Leute mit einem richtigen Beruf, also keine Politologen. Das zeigt sich auch in der Corona-Pandemie. Gut, dass die Kanzlerin rechnen kann, sogar exponentiell. Gut, dass ihr Kanzleramtschef Helge Braun Mediziner ist. Und offenkundig darf Berlin froh sein, dass derzeit ein Ingenieur in der Pandemie am Steuer steht: Christian Gaebler, 55, SPD, Leiter der Senatskanzlei, hat Verkehrswesen an der Technischen Universität studiert, als Verkehrsplaner gearbeitet, im Nebenjob jahrelang den Tapas-Laden „Sol y Sombra“ am Oranienplatz mit bewirtschaftet und lässt sich seit 2016 als Fußballschiedsrichter im Amateurbereich auf konfliktfreudige Öffentlichkeit ein. Ein gebürtiger Berliner (ledig, evangelisch) mit Steh- und Widerspruchsvermögen.

Seit 1. Oktober sitzt Gaeblers Chef und Weggefährte in der Berliner SPD, Michael Müller, als Regierender Bürgermeister der Ministerpräsidentenkonferenz vor. Das ist jene Runde, die die Maßnahmen zur Corona-Eindämmung beschließt. Als sie sich vergangene Woche mit der Kanzlerin traf, hatte Christian Gaebler mit seinem Pendant Helge Braun die Sitzung inhaltlich vorbereitet. Man sieht Gaebler sehr selten vor Kameras, aber keine Frage: Er hat derzeit einen zentralen Job.

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