Potsdam - Die Corona-Inzidenz ist in Brandenburg wieder gestiegen. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich nach den amtlichen Daten rechnerisch 152,5 von 100.000 Menschen mit dem Virus an, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Eine Woche zuvor betrug der Wert 130,9. Nur in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen war die Inzidenz geringer; bundesweit lag sie mit 276,9 höher als in Brandenburg.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb Brandenburgs in Potsdam mit 244,9, der niedrigste Wert wurde im Landkreis Elbe-Elster mit 67,3 registriert. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter landesweit 1459 neue Ansteckungen.

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Außerdem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer keine Daten ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.