„Wer kann, lege etwas hinein. Wer nicht kann, der nehme sich etwas heraus“: Der Corona-Lockdown war auch die Zeit des Helfens. 
Foto: Reuters/Ciro De Luca

Neapel - Eine Straße in Neapel. Von einem der oberen Stockwerke hängt ein Korb hinunter mit einem Zettel. Auf dem steht: „Wer kann, lege etwas hinein. Wer nicht kann, der nehme sich etwas heraus.“ Ich bin gerührt. Mir kommt in den Sinn: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ Karl Marx schrieb das 1875 in seiner Kritik des Gothaer Programms. Das war für ihn das Fernziel der Revolution. So würde Gesellschaft im Kommunismus funktionieren. Dieser Zettel am Korb ist der Vorschein einer humanen Gemeinschaft.

Aber bleiben wir erst einmal bei dem Korb, statt gleich assoziierend in ein Utopia zu entfliehen. Dieser Korb hing wirklich hinunter, und dieser Zettel steckte wirklich an ihm. Wir nehmen einmal an, es war so. Es handelt sich also um kein gestelltes Foto. Es ist ein kleiner Korb.

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