Berlin - Am Ende des jüngsten Verhandlungsmarathons hat sich die Kanzlerin dieses Mal einen kleinen Moment der Ehrlichkeit gegönnt. Als sie am Mittwochabend kurz nach 20 Uhr die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels verkündete, erklärte sie gleich vorab, dass sie hinsichtlich der Schulöffnungen bestimmte eigene Vorstellung gehabt habe, wonach es erste Öffnungen erst am 1. März geben sollte.

„Aber ich weiß auch, dass wir in einem föderalen Staat leben“, sagte Angela Merkel. Bildung liege im Verantwortungsbereich der Bundesländer, als Kanzlerin habe sie hier kein Vetorecht. Ein, zwei Sekunden ahnte man, wie sehr sie sich dieses Vetorecht in den vorangegangenen Stunden gewünscht habe mochte. Vermutlich hat sie es längst bereut, dem früher eher unwichtigen Gremium der Ministerpräsidentenkonferenz im Zuge der Pandemie eine solch große Bedeutung eingeräumt zu haben.

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