Passau - Ein Bekenntnis zu Heimat und deutscher Leitkultur, eine Begrenzung der Migration, dazu die Forderung nach christlichen Kreuzen in allen öffentlichen Gebäuden Bayerns: Die CSU hat beim politischen Aschermittwoch einen konservativeren Kurs angekündigt und will damit bei der Landtagswahl im Herbst der AfD Wähler abspenstig machen. „Wir sind für die bürgerliche Mitte da. Aber wir wollen auch die demokratische Rechte wieder bei uns vereinen“, sagte der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch in Passau.

Er wandte sich indirekt gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und kritisierte einen einschläfernden Politik- und Wahlkampfstil. Ein Fehler sei es gewesen, nicht auf den früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß gehört zu haben. Sein Satz „Rechts von uns darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben“ sei kein Satz aus der Mottenkiste. „Das heißt nicht Rechtsruck, das heißt einfach nur Rückkehr zur alten Glaubwürdigkeit“, sagte Söder. „Und daher wollen wir die Lufthoheit über die Stammtische wieder haben“, rief Söder.

Acht Monate vor der Landtagswahl in Bayern liegt die CSU in Umfragen bei rund 40, die AfD bei 10 bis 12 Prozent. (dpa)