Eine Stunde  Musikunterricht im Freien an der Korshoejskolen in Randers, Dänemark, am 15. April 2020. 
Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix via AP

KopenhagenDänemark ist das erste europäische Land, das in dieser Woche nach dem Corona-Shutdown seine Grundschulen und Kindergärten wiedereröffnet hat. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem die Premierministerin Mette Frederiksen den „überraschenden“ Erfolg der Ausgangssperren und Schließungen hervorgehoben hatte.

Die Zahl der täglichen gemeldeten Corona-Todesfälle ging deutlich zurück, nachdem diese vor zwei Wochen einen Höhepunkt erreicht hatten. Dänemark hat 321 Todesfälle und 6.879 Fälle gemeldet. Ab Mittwoch kehrten Hunderttausende von unter 12-Jährigen ihre vertraute Schulumgebung zurück. Nach Angaben der Regierung sollte der Anfang mit den jüngeren Kindern gemacht werden, da dies, anders als ältere Schüler, nicht in der Lage sind, selbstständig zu Hause zu lernen.

Dänemark setzt bei der Wiedereröffnung auf einfache, aber originelle Maßnahmen: Einige Klassen werden aus Sicherheitsgründen nach der Wiedereröffnung der Schulen in Dänemark im Freien abgehalten. Nur zu Untergruppen kehren die Kinder in die Schulgebäude zurück. Nicht alle Eltern schicken ihre Kinder in die Schulen, berichten dänische Medien. Grundsätzlich ist es den Schulen freigestellt, wie sie die wichtigste offizielle Vorgabe er füllen wollen – die Wahrung eines zwei Meter-Abstands zwischen den Kindern. In vielen Teilen des Landes wurden die Klassen in zwei Klassen aufgeteilt, wobei auf zehn oder elf Schüler ein Lehrer kommt. Für einige Schüler wurde der Schultag verkürzt, damit andere zu unterschiedlichen Zeiten unterrichtet werden können.