Berlin - Kinder und Kanzleramt, lässt sich das vereinbaren?, fragte tagesschau.de in einem Kommentar kurz nach der Nominierung von Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin der Grünen. Auch im Deutschlandfunk tauchte die Frage auf, wie sie Familie und ein Spitzenjob vereinbaren will. So ist es halt, wenn Frauen Karriere machen und keine Kinder haben, ist das ein Problem, wenn sie kleine Kinder haben und Karriere machen, aber auch. Sofort waren viele sehr empört.

„Warum wird gefragt, wie Annalena Baerbock Vereinbarkeit wuppen wird? Warum wird nicht gefragt, wie und welche veralteten Strukturen wir verändern müssen, damit alle Mütter, die Bock haben, jeden Job der Welt machen können“, schrieb Mareice Kaiser, Chefredakteurin des feministischen Onlinemagazins Edition F. „Herr Laschet, wie würden Sie die Aufgaben als Kanzler mit der Familie vereinbaren?“, stichelte die Autorin Mia Latkovic. Und auch die SZ murrte: „Frauen werden Fragen gestellt, die Männern so nie gestellt würden. Wer kümmert sich schon um die Kinder von Söder.“ Die drei Kinder von Laschet sind erwachsen. Söder hat vier Kinder, der jüngste Sohn ist laut Wikipedia vierzehn Jahre alt. Die Fragen kämen zu spät.

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