Berlin/Washington - Es ist ja nicht so, als hätten Frauen in der US-Politik bisher keine Rolle gespielt. Es gab Madeleine Albright, die erste, unerschrockene Außenministerin. Condoleeza Rice, ihre Nachfolgerin und die erste afroamerikanische Frau in diesem Amt. Und natürlich Hillary Clinton, immer wieder Hillary Clinton. Schon als junge First Lady wollte sie nicht bloß lächeln und Kekse backen, sondern nahm sich das Recht, in der Politik mitzureden, mit einem eigenen Entwurf für eine gesetzliche Krankenversicherung. Dann war sie die gedemütigte Ehefrau, die erhobenen Hauptes ihrem fremdgehenden Ehemann das politische Überleben (und wohl auch ihr eigenes) sicherte. Eine Erfahrung, die sie mit Millionen Paaren in den USA verband und für viele erst nahbar machte. Sie wurde die prominenteste Senatorin, dann Außenministerin und scheiterte schließlich erst mit dem letzten Schritt, die höchste gläserne Decke zu durchbrechen, als Präsidentschaftsbewerberin an Donald Trump. Zu dessen wichtigster Gegenspielerin im Kongress dann ebenfalls eine Frau wurde, Nancy Pelosi, die mächtige Sprecherin des Abgeordnetenhauses.

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