„Das darf nicht das letzte Wort der Geschichte sein“

Nach einer aufwendigen Sanierung wird die zu einem Kulturforum umgebaute Synagoge von Görlitz wiedereröffnet – allerdings ohne Davidstern auf dem Dach. Aber  gehört er da nicht hin? Darüber ist in der Stadt ein Streit entbrannt.

Alles sieht heute wieder so aus wie vor gut 100 Jahren, nur ein kleines, aber wesentliches Detail fehlt: die restaurierte Synagoge von Görlitz.
Alles sieht heute wieder so aus wie vor gut 100 Jahren, nur ein kleines, aber wesentliches Detail fehlt: die restaurierte Synagoge von Görlitz.dpa

Görlitz-Imposant und leuchtend steht die frisch sanierte Synagoge am Görlitzer Stadtpark. Trotzig reckt sich die gewaltige Eisenbetonkuppel des Baus in den blauen Spätsommerhimmel. Aber die Türen des Gebäudes sind verschlossen, denn im Inneren wird noch gemalert, gehämmert, geschweißt. Erst Anfang Dezember wird der Oberbürgermeister der Stadt zusammen mit Persönlichkeiten aus Stadt und Land das zu einem Kulturforum umgebaute ehemalige jüdische Gotteshaus mit einem Festakt eröffnen, nach einer jahrelangen und aufwendigen Sanierung. Vermutlich werden dann auch die Reden der Honoratioren so ähnlich klingen wie die des einstigen Görlitzer Oberbürgermeisters Georg Snay anlässlich der Einweihung der Synagoge am 7. März 1911: Als „Zierde der Stadt und dem Stadtbild ein hervorragendes Gepräge gebend durch die mächtige Kuppel“ pries er damals den Bau.

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