Wenn das keine Ironie der Geschichte ist: Die Bundesfamilienministerin Anne Spiegel tritt zurück, weil sie Beruf und Familie nicht miteinander vereinbaren kann. Man könnte lachen, wenn es nicht ein Anlass zum Weinen wäre. Für die deutsche Gesellschaft ist dies wohl der bitterste Umstand im Zusammenhang mit der Causa Spiegel. Im Jahr 2022 kann eine Frau in einer Führungsposition in diesem Land ihre Familie nicht auf dieselbe Stufe wie ihre berufliche Tätigkeit stellen. Sie hat ihren Job zu machen, und zwar in erster Priorität. Nur das ist Leistungsbereitschaft. Familie ist nämlich Privatleben.

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