Potsdam - Die Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) ärgert sich über den Begriff „Impfchaos“ in Brandenburg: „Es war nicht chaotisch ... Das weise ich zurück“, sagt sie. Eine klare Haltung – aber wie war es dann? Planvoll, besonnen und organisiert? Als es im Januar mit dem Impfen losgehen sollte, brach als Erstes die Telefonleitung 116 117 zusammen. Einen Ansturm von 200.000 Anrufern halte keine Hotline der Welt aus, verteidigt sich Nonnemacher. Sie beklagt auch, dass die Wut der Bürger auf ihr Ministerium niederging, als treffe die dort lauter Unbeteiligte. Man sei kaum noch arbeitsfähig gewesen.

Was erwartet eine Ministerin, wenn sie Hunderttausend über 80-Jährige auffordert, sich ab 4. Januar einen Impftermin am Telefon zu besorgen? Dass die alten Herrschaften, die nichts sehnlicher wünschen, als sich durch Impfen ein bisschen Sicherheit und ein paar Freiheiten für ihr Leben zurückzuerobern, dass die nicht sofort am ersten Tag ans Telefon eilen? Weil Leitungen glühen könnten?

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