Trier - Die weiße Kerze in der Laterne im Garten brennt Tag und Nacht. „Für Katja. Wir vermissen sie so sehr.“ Immer muss Petra Lieser weinen, wenn sie über ihre Tochter spricht, die vor gut einem halben Jahr bei der Amokfahrt in der Fußgängerzone in Trier getötet wurde. Nichts ist seitdem mehr, wie es war. „Der Schmerz hört nicht auf. Er hört absolut nicht auf“, sagt die 52-Jährige. Auf dem Tisch liegen Fotobücher mit Bildern aus dem Leben einer jungen Frau, das mit 25 Jahren von einer Minute auf die andere endete.

„Sie hat Jura studiert und war gerade mit den schriftlichen Prüfungen fertig. Sie hatte so viel vor“, erzählt die Mutter. Katja sei sehr lebenslustig gewesen, habe viel gelacht. „Aber dann war sie einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.“

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