Berlin - Vor ein paar Wochen unterhielt ich mich mit einer Freundin über gendersensible Sprache. Meine Freundin ist etwas jünger als ich, Mitte 30, und benutzt selbst in privaten Chats Gendersternchen. Sie schreibt von Lehrer*innen und Namensträger*innen. Sie sagte, sie könne nicht verstehen, warum es Menschen gebe, die sich dagegen so sträubten. Es gehe aus ihrer Sicht darum, dass sich alle eingeschlossen und wertgeschätzt fühlen, jeder könne seinen Beitrag leisten. Außerdem sei es freiwillig. Ich war skeptisch. Wenn ich den Satz höre: „Jeder kann seinen Beitrag leisten“, fühle ich mich in die DDR zurückversetzt. Als Kinder haben wir auch alle unseren Beitrag leisten sollen zum Sieg des Sozialismus, durch Altpapiersammeln zum Beispiel. Hat aber nicht funktioniert.

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