Berlin - Manchmal lässt sich an einfachen Sätzen die Lage der Dinge relativ gut ablesen. Nicht weil die Worte außergewöhnlich wären. Im Gegenteil. Es sind sehr unscheinbare Sätze, die dafür besonders geeignet erscheinen. Sie drücken etwas aus, was eigentlich jedem klar sein dürfte. Wenn sie an prominenter Stelle wiederholt geäußert werden, laden sie sich jedoch mit Botschaften auf. Werden zu Instrumenten, die eingesetzt werden, um etwas zu erreichen.

„Das Virus ist unser Gegner“, ist so ein Satz. Er fiel in den vergangenen Tagen gleich mehrfach an prominenter Stelle. Der Satz hat durch die Wiederholung an Kraft gewonnen. Er hat aber gleichzeitig etwas Beschwörendes bekommen. Und damit wird natürlich auch auffällig, dass etwas nicht stimmt und gerade aus dem Ruder läuft. Ja, geradezu fundamental schiefzulaufen droht. Denn der Umstand, dass wir es hier mit einem Krankheitserreger zu tun haben, war zuletzt über den Impfstoffstreitigkeiten doch etwas in Hintergrund geraten.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.