Die Patientenakte soll in Zukunft in elektronischer Form vorliegen. 
Foto: Imago stock&people

Berlin - Das am Freitag vom Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD beschlossene Patientendaten-Schutzgesetz, das auch die elektronische Patientenakte auf den Weg bringt, sorgt für Streit. Oppositionsvertreter kritisierten während der Bundestagsdebatte mangelnde Datensicherheit und eine „dilettantische Umsetzung“. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigte sich unbeeindruckt.

Nach 15 Jahren der Debatte über die Digitalisierung im Gesundheitswesen müsse nun endlich der Anfang gemacht werden, sagte der Minister. So sollen Patienten ab 2021 eine elektronische Patientenakte (ePA) bekommen – sofern sie das wollen. Diese speichert unter anderem Befunde, Diagnosen und Behandlungspläne. 2022 sollen der Impfausweis, der Mutterpass, das Zahn-Bonus-Heft und das gelbe Untersuchungsheft für Kinder folgen. Patienten sollen über eine App auf diese Daten zugreifen können. In drei Jahren wiederum sollen Versicherte die Chance bekommen, gespeicherte Daten freiwillig der Forschung zur Verfügung zu stellen.

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