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Henryk M. Broder und andere haben Grass als Antisemiten bezeichnet. Der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, und der israelische Journalist und Historiker Tom Segev dagegen nahmen ihn explizit davor in Schutz. Sie kritisierten ihn für den Ton, für die Arroganz, für das angemaßte, scheinbare Wissen um die Situation im Nahen Osten und für die das Ressentiment quasi offenlegende Bemerkung, schließlich habe er ja immer geschwiegen und endlich spreche er nun. Sind diese Unterschiede bloß Gradierungen – der ehemalige Botschafter Avi Primor drückt sich eben zurückhaltender und nobler aus und lässt Grass auch ein Zurück offen, während der Polemiker Broder die ihm gebotene Offerte schwer ausschlagen kann?

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