Berlin - Kann die Nennung seines Namens die Würde eines Mordopfers verletzen? Oder ist es nicht vielmehr das Verschweigen seines Namens, das das Opfer über den Tod hinaus zum Opfer macht? Das sind die Fragen, die seit Jahren den Streit unter Juristen, Historikern und Archivaren beherrschen, ob die Namen der Opfer der NS-Euthanasie in Ausstellungen und Gedenkstätten genannt werden dürfen. Seit Jahrzehnten werden die Opfer nicht mit vollständigem Namen erwähnt. Einerseits  wird  auf den über den Tod hinaus wirkenden (postmortalen) Persönlichkeitsschutz der Betroffenen verwiesen, anderseits – auch vom Bundesarchiv – auf die Gefährdung schutzwürdiger Belange der lebenden Angehörigen.

Immer mehr Historiker und Juristen für vollständige Namensnennung

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