Berlin - Es ist nicht der erste Shitstorm, den Baden-Württembergs Landesfinanzminister Danyal Bayaz (33) erntet – doch seit Mittwoch kehrt kaum noch Ruhe auf seinem Instagram- und Twitter-Kanal ein. Geht es nach dem ehemaligen Grünen-Bundestagsabgeordneten und Unternehmensberater, sollen künftig mögliche Steuersünder auch online gemeldet werden können. Anonym und per Mail. Während manche von Steuergerechtigkeit reden, werfen andere dem Grünen vor, damit „Denunziantentum zu fördern“, manche sprechen von „Stasi-Methoden“. Für die Bundes-Partei dürfte das im Wahlkampf nicht gerade förderlich sein – auch nicht die Tatsache, dass Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock das Vorgehen in Baden-Württemberg lobte und sich dieses auch auf Bundesebene vorstellen kann.

Union, FDP und AfD warfen der Ökopartei umgehend vor, mit dem „Steuerpranger“ im Internet dafür zu sorgen, dass Menschen ihre Nachbarn denunzieren. CDU und CSU warnten, so etwas drohe womöglich auch bundesweit, wenn die Grünen in eine Bundesregierung einzögen. Der Vize der Südwest-CDU, Thorsten Frei, startete einen Generalangriff auf die Grünen, mit denen die CDU in Baden-Württemberg regiert. Er warf ihnen „Doppelmoral“ vor.

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