Rio de Janeiro, Curitiba - Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen protestierenden Lehrern und der Polizei sind im Süden Brasiliens am Mittwoch mehr als 200 Menschen verletzt worden. In Curitiba, der Hauptstadt des Bundesstaats Paraná, setzten die Sicherheitskräfte Rauchbomben und Gummigeschosse ein, um eine Kundgebung aufzulösen. Nach Veranstalterangaben protestierten dort etwa 20.000 Lehrer gegen Pläne, einen höheren Anteil der Gehälter in die Rentenversicherung abzuführen.

Örtliche Medien berichteten unter Berufung auf Behördenangaben von insgesamt 213 Verletzten, 43 von ihnen seien in Krankenhäuser gebracht worden. 13 Menschen seien festgenommen worden. Die Polizei sprach von 20 verletzten Beamten.

Die Zusammenstöße begannen, als einige Protestteilnehmer eine Absperrung stürmten und Beamte mit Steinen bewarfen. Laut dem Fernsehsender „O Globo“ wurde ein Kameramann von einem Kampfhund der Polizei angegriffen und schwer verletzt. Ein anderer Journalist wurde demnach von einem Gummigeschoss im Gesicht getroffen. Gouverneur Beto Richa erklärte, die Reform ermögliche Einsparungen von monatlich 125 Millionen Reais (39 Mio. Euro). (afp, dpa)