Dresden - Eine Pegida-Kundgebung mit dem niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders und angekündigte Gegenproteste sorgen an diesem Montag (ab 14.00 Uhr) in Dresden für einen Großeinsatz der Polizei. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) drohte bereits mit Konsequenzen, sollte es zu fremdenfeindlichen oder rassistischen Äußerungen kommen. Auch angesichts angekündigter Blockaden des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ ermahnte er alle Veranstalter, für einen friedlichen Ablauf ihrer Kundgebungen zu sorgen.

Die selbst ernannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) haben für die Kundgebung in der Dresdner Flutrinne bis zu 30 000 Teilnehmer angemeldet. Das Bündnis „Dresden für alle“ hat einen Sternlauf organisiert, an dem sich neben der Linken, der SPD und den Grünen auch Schüler- und Studentengruppen sowie die Technische Universität und der Ausländerrat beteiligen. Jüdische und christliche Gemeinden planen zusammen mit dem Islamischen Zentrum ebenfalls Kundgebungen. „Dresden Nazifrei“ rechnet mit mehreren Tausend Nopegida-Demonstranten und will die Kundgebung mit Wilders blockieren.

Der 51-jährige Niederländer ist für seine islamfeindlichen Äußerungen bekannt und steht seit 2004 unter ständigem Polizeischutz. (dpa)