Der Erste Senat beim Bundesverfassungsgericht.
Foto: dpa/Uli Deck

Berlin - Seit Jahren wird lamentiert: Der Osten erholt sich und bleibt dennoch zurück. Die Schere zwischen Ost und West wird nicht größer, aber auch nicht kleiner. Vielleicht ist das in Zeiten von Klimawandel und Corona auch gut so. Vielleicht. Strukturell liegt einiges im Argen. Große Flächen Ostdeutschlands sind jenseits der urbanen Zentren um Berlin, Leipzig, Dresden oder Chemnitz ausgedünnt, für immer weniger Menschen ist immer mehr Platz. Brandenburg könnte davon ein besonderes Lied singen. Die Abwanderung aus Ostdeutschland ist zwar nicht mehr so dramatisch wie in den Jahren bis 2005 und kann seit einigen Jahren sogar durch Zuwanderungen ausgeglichen werden. Die strukturellen Probleme aber bleiben. Der Klassiker dabei: Von den 500 größten Konzernen haben gerade einmal sieben oder zwölf ihren Hauptsitz in einem ostdeutschen Flächenland. Das ist ein Anteil von rund zwei Prozent bei einem Bevölkerungsanteil von etwa 15, 16 Prozent. Die Folgen liegen auf der Hand: Der Mittelstand hat es in Ostdeutschland schwer, auch weil es keine magnetischen Kraftfelder gibt, die den Mittelstand anziehen. Noch schwerer treffen es Forschung und Entwicklung. Auch hier ist Ostdeutschland als Standort strukturell klar benachteiligt.

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