Paris - In Frankreich hat am Sonntag die erste Runde der mit Spannung erwarteten Départementswahlen begonnen. Mehr als 43 Millionen Wähler sind aufgerufen, ihre Vertreter in den 96 Kreisen des Landes und den fünf Übersee-Départements zu bestimmen. Gerechnet wird nach den Umfragen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen der rechtsextremen Front National (FN) Marine Le Pens und der konservativen UMP-Partei des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy.

Die regierende Linke muss dabei ein erhebliches Desaster befürchten. Der sozialistischen Partei (PS) von Staatspräsident François Hollande und Regierungschef Manuel Valls droht nach dem Debakel bei der Europa-Wahl 2014 damit eine weitere vernichtende Niederlage.

Gut zwei Jahre vor der nächsten Wahl eines Staatschefs will Sarkozy seine Überzeugungskraft testen. Ihm wird nachgesagt, eine erneute Kandidatur im Kampf um den Élysée-Palast zu planen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der ersten Runde wird nach Angaben von Experten in vielen Fällen zu einem Duell von FN und UMP bei den entscheidenden Stichwahlen am Sonntag darauf führen.

Die Wahllokale schließen zwischen 18 und 20 Uhr. Mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen wird noch am Sonntagabend gerechnet. (dpa)